Perfekte Stützstrukturen nutzen und glatte Unterseiten erhalten

Sicher jeder im 3D-Druck hatte schon einmal dieses Thema! Flächen von Überhängen sehen nicht wirklich schön aus und müssen eventuell nachgeschliffen werden. Bei Objekten mit speziellen Materialien wirkt sich das oft negativ auf die Sichtflächen aus. Glänzende Objekte werden an den Schleifstellen stumpf und matt, durchsichtige Drucke werden milchig und Farben verlieren ihren Effekt. 

Die Lösung ist eigentlich recht simpel. Mit optimierten Einstellungen im Slicer oder kostruktiven Lösungen kann man deutlich bessere Ergenisse erzielen, welche ein Nachbearbeiten oft unnötig machen.

Hier sind unsere 2 Beispiele aufgeführt, wie wir dieses Problem effektiv gelöst haben.

 

Möglichkeit 1

 

Optimale Slicereinstellungen für das jeweilige Filament sind Grundvoraussetzung bei der Nutzung von Stützstrukturen. Sie erleichtern das Lösen und sorgen für glatte Flächen. Wie sich aus der Praxis zeigt, um Stützen leicht zu entfernen su können, sind gar nicht soviel Bedingungen notwendig.

Neben den Einstellungen für den „Oberen Z-Abstand“ und den oberen und unteren Schalenschichten, hat sich die Baumstruktur als „am effizientesten“ erwiesen. 

 

 

 

Unsere Einstellungen für das Bambu-Studio 

Wärend wir die meisten Einstellungen auf „Standard“ belassen können, setzen wir den oberen Z-Abstand auf 0,29 mm. Dies sorgt dafür das sich Stützen leicht lösen und eventuelle Layerreste leicht entfernen lassen!

Stützstruktureinstellung Bambu Studio

Möglichkeit 2 (besser)

Bei der Verwendung des genannten „Oberen Z-Abstandes“, hat sich gezeigt, dass eine konstruktive Lösung (besonders bei recht großen Überhangsflächen) noch bessere Ergebnisse erzielt, als bei Nutzung von Slicer-Stützstrukturen! 

Hierfür werden Bereiche, welche im Slicer normalerweise Stützen erzeugen, während der Konstruktion selbst, schon mit Geometrien „unterfüttert“ und der Abstand der Sützgeometrie ebenfalls mit einer Distanz von 0,29 mm, zum Hauprtdruckobjekt konstruiert. Umlaufende Vertikale Abstände zur Hauptdruckobjekt sollten mit mindestens 1 mm  konstruiert werden, da sie das Entfernen und herausbrechen erleichtern. 

Je nach eigenem Infilleinstellungen ist der Materialverbrauch nur minimal unterschiedlich, jedoch reduziert sich je nach Infillmuster sogar die Druckzeit geringfügig, da der Drucker anders als bei einer Buamstruktur mit vielen kleinen Ästen, weniger Sprünge (Z-Hops) und Verfahrwege vollführen muss.

Das nachstehende Bild zeigt eine Stütze (mittig) einer Wandhalterung.

 

Stützstruktur entfernt
Der konstruierte, rechteckige Stützbereich wurde entfernt, die Rund sowie Mutterbereichsstütze ist noch vorhanden

Stützstrukturen entfernt

Überhänge nach dem entfernen der Konstruktionsstützen